Die traditionelle Herbst-Schleppjagd des Bielefelder Reit- und Fahrvereins e.V. fand jetzt wieder in der Senne statt. Aus der früher üblichen Jagdform hat sich heutzutage eine Variante des Reitsports entwickelt, die höchste Anforderungen an Pferd und Reiter stellt.

Bei einer Schleppjagd wird durch vorausreitende “Füchse” eine Spur für die Hundemeute gelegt. Diese Foxhounds zeichnen sich durch besonders gute Spürnasen aus. Die Hunde sind gut abgerichtet und folgen ihrem Hundeführer aufs Wort. Ihre Aufgabe ist die Fährte (ein Anis-Extrakt) zu finden, und damit der folgenden Reiterschaft den richtigen Weg zu weisen.

 

Dabei geht die Spur durch Wald und Wiesen, und über Stock und Stein. Viele Hindernisse müssen in vollem Galopp übersprungen werden.                                     Um keine Flurschäden anzurichten oder heimisches Wild aufzuschrecken, ist die Route natürlich im Voraus geplant, und es werden hauptsächlich ausgewiesene Reitwege genutzt.

 

Da dabei aber so manches Pferd ins Straucheln kommen und Stürze durchaus passieren können, ist die sanitätsdienstliche Betreuung von Pferd und Reiter ein absolutes Muß.

Die ASB DRK JUH Rettungsdienst gGmbH hat dieses Jahr wieder einen Krankenwagen dafür bereitgestellt. Die ärztliche Begleitung erfolgte durch Jutta Wischer und Michael Dräger.

 

Sylvia Menzel, Jutta Wischer, Götz Skudelny auf Cantaloop, Michael Dräger, Christina Rabsahl und David Schönke (v.l.n.r.)

 

Querfeldein nicht nur für Ross + Reiter, sondern auch für den KTW und das “Notarzteinsatzfahrzeug”. Doch dank AllRad-Antrieb und feinfühligem Gasgeben, war uns kein Schlammloch zu tief. Damit wir nicht den Kontakt zum Reiterfeld verloren, wies uns Sylvia Menzel vom Reitverein den richtigen Weg.

 

Über 40 ReiterInnen haben die Schleppjagd geritten. Die freudige Anspannung der Pferde war deutlich zu spüren. Die Reiter kennen die Leistungsfähigkeit ihrer Pferde genau, und so kam es zum Glück zu keinen ernsthaften Verletzungen. 2 Stürze auf matschigem Boden führten zu ein paar blauen Flecken, aber keinen schwerwiegenden Verletzungen.

 

Für die Hunde gab es dann zur Belohnung ein großes Stück Pansen, die Pferde wurden trockengerieben und mit Kraftfutter belohnt.

Die Reiterschaft wurde mit Eichenlaub dekoriert und anschliessend gab es im Vereinshaus ein gemütliches Beisammensein, bei dem sicherlich so manches “Reiterlatein” gesponnen wurde.

Und für uns war es ein spannender und beeindruckender Sanitätsdienst.

Oktober 2004

 

Am Ende des 15 km langen Parcours kamen die Hunde und alle Pferde mit ihren Reitern erschöpft, aber zufrieden im Ziel an. Sie wurden durch ein fröhliches HALALI der Bläser begrüßt.

 

Alle Fotos von David Schönke (leider nur mit Handycam)